Über Kurs
Eine paranoide Persönlichkeitsstruktur ist kein Schimpfwort, sondern ein stabiles Muster, wie ein Mensch denkt, fühlt und handelt. In diesem Einzelkurs lernen Sie diese Struktur präzise zu erkennen und zu verstehen – ohne zu pathologisieren oder abzuwerten. Im Zentrum steht das Grundthema: Schutz durch Misstrauen und Kontrolle. Die Welt wird als potenziell gefährlich erlebt, Nähe bedeutet Verletzlichkeit, Autoritäten werden kritisch geprüft.
Sie erfahren, wie sich dieses Grundmotiv im Alltag zeigt:
– Denken: misstrauisch, kontrollierend, auf Loyalität und Absichten fokussiert
– Verhalten: abwehrend, wachsam, schnell in Alarmbereitschaft
– Konfliktmuster: Gegenangriff, Rückzug, Beharren auf „Fakten“
– ICD-10-Referenz: F60.0 (paranoide Persönlichkeitsstörung) – klar abgegrenzt vom strukturellen Verständnis im Kurs
Anhand von Beispielen aus Führung, Teamarbeit und Beziehungen wird deutlich, warum Menschen mit paranoider Struktur oft als „schwierig“ wahrgenommen werden – und welche Ressourcen dahinterstecken: Loyalität, Genauigkeit, Pflichtbewusstsein, ein ausgeprägter Sinn für Gefahren und Unstimmigkeiten.
Sie erhalten einen klaren Kommunikationsleitfaden: Welche Formulierungen deeskalieren, welche unbewusst als Angriff wirken, wie Sie Sicherheit geben, Grenzen setzen und Vertrauen Schritt für Schritt aufbauen. Ein praxisnaher Test zur paranoiden Struktur rundet den Kurs ab, damit Sie das Gelernte direkt überprüfen und anwenden können.
Ziel dieses Einzelkurses: Sie sollen Menschen mit paranoider Struktur früher erkennen, besser einordnen und in Ihrem beruflichen Alltag so führen, einbinden und schützen, dass weniger Konflikte entstehen – und mehr Stabilität, Klarheit und Respekt.
Kursinhalt
allgemeine Grundlagen & Rahmen
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1.1 Warum Persönlichkeitsstörungen kennen?
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1.2 ICD-10 (alt) – Überblick
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1.3 Cluster A, B, C – Merkhilfe
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1.4 Profacos-Übertrag